Der Kreis Euskirchen stellt die Notfallversorgung neu auf: Ein neuer Rettungsdienstbedarfsplan, der vom Kreistag einstimmig verabschiedet wurde, sieht einen Ausbau des Rettungsdienstes um rund 40 Prozent vor. Geplant sind zusätzliche Rettungswachen, mehr Fahrzeuge und etwa 50 neue Stellen im Rettungsdienst. Landrat Markus Ramers: „Unser Ziel ist klar: Wer im Kreis Euskirchen in eine medizinische Notlage gerät, soll schnell und auf höchstem Niveau Hilfe erhalten. Dazu brauchen wir eine moderne, schlagkräftige und in der Fläche präsente Rettungsstruktur.“
Der neue Plan ist erforderlich, weil einerseits die Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, andererseits verlängerte Transportwege nach der Schließung der Notaufnahme in Schleiden sowie vermehrte Wartezeiten bei der Patientenübergabe in den Krankenhäusern in Euskirchen und Mechernich zu verzeichnen sind. Mit der Neuausrichtung der Notfallversorgung wird die Patientenversorgung nun deutlich verbessert.
Für Bad Münstereifel sieht der Rettungsdienstbedarfsplan eine Verbesserung vor. So soll im südlichen Stadtgebiet (Höhengebiet) eine zweite Rettungswache gebaut werden. Bisher hatte Bad Münstereifel eine Rettungswache, die in der Kernstadt angesiedelt ist und die von der Flut 2021 in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese Wache soll im nahen Umfeld an einem hochwassersicheren Standort neu gebaut werden. Künftig wird es im Stadtgebiet also zwei Rettungswachen mit insgesamt zwei RTWs (Rettungstransportwagen) geben. Zusätzlich wird am Standort Nord ein weiteres Fahrzeug stationiert, ein sog. KTW-N (Krankentransportwagen für Notfälle).
„Die Entscheidung des Kreises ist für Bad Münstereifel sehr positiv. Der neue Rettungsdienstbedarfsplan wird vor allem im Höhengebiet die Notfallversorgung verbessern. Außerdem sorgt die Stationierung des KTW-N als ergänzendes Fahrzeug im nördlichen Stadtgebiet für noch bessere Möglichkeiten, auf medizinische Notlagen reagieren zu können“, sagt Bürgermeister Sebastian Glatzel. „Ich hoffe, dass die Pläne schnell umgesetzt werden können. Die Stadt Bad Münstereifel bietet dem Kreis dabei ihre Unterstützung an.“
(mit Pressemitteilung des Kreises Euskirchen)








