Der Stadtrat hat das kommunale Hochwasserschutzkonzept für Bad Münstereifel beschlossen. Das Konzept führt 20 Maßnahmen für den präventiven Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Erft auf.
Die Maßnahmen reichen von Rückhaltebecken und Schutzwällen bis zum verbesserten Abfluss in Gewässern. Ein Großteil der Maßnahmen setzt sich aus Hochwasser- oder Regenrückhaltebecken verschiedener Größen zusammen. Da die Becken nicht im Dauerstau betrieben werden, ist weiterhin eine land- und forstwirtschaftliche Nutzung der Flächen möglich. Insgesamt kann ein Retentionsvolumen von bis zu 500.000 m³ erreicht werden. Die Maßnahmen wurden in drei Gebiete unterteilt.
Größere Bauwerke werden noch aufwendige und zeitintensive Genehmigungs- und Bauverfahren in Anspruch nehmen. Um schnelle Ergebnisse zu erzielen, sollen Maßnahmen mit geringerem Genehmigungsbedarf besonders zügig angegangen und innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahren umgesetzt werden. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, dass ein Hochwasserereignis, welches statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt (kurz HQ100), schadlos überstanden wird. Dieses Ziel kann nicht überall vollständig erreicht werden, aber die Auswirkungen werden deutlich reduziert. Bei Hochwasser- oder Starkregenereignissen, die öfter als einmal in 100 Jahren auftreten, können bisherige Schäden an vielen Orten künftig komplett verhindert werden. Finanziert werden die mehr als 20 Millionen teuren Maßnahmen aus Fördermitteln.
Zusätzlich zu diesen Vorhaben verfolgt der Erftverband die Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens „Möschemer Mühle“ in Höhe des Gewerbebetriebs Iversheim. „Neben den kommunalen Maßnahmen sollten Hauseigentümer aber auch den privaten Hochwasserschutz nicht vernachlässigen“, appelliert Bürgermeister Sebastian Glatzel.
Ausführliche Infos gibt es unter: www.bad-muenstereifel.de/aktuelles/hochwasserschutz/kommunale-hochwasserschutzmassnahmen-der-stadt-bad-muenstereifel








