In einer bewegenden Zeremonie sind in Bad M\u00fcnstereifel Stolpersteine f\u00fcr sechs Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes verlegt. Dabei kam es zu einem Novum: Erstmals wurden in Bad M\u00fcnstereifel auch Steine in das Pflaster eingelassen, die nicht ermordeten Opfern j\u00fcdischer Herkunft gewidmet sind. \n\nBei zwei der Stolpersteine handelt es sich um Neuverlegungen. Sie wurden in der Flut im Juli 2021 zerst\u00f6rt und 2022 wieder eingesetzt, mussten aber im Zuge der Wiederaufbauarbeiten wieder entnommen werden. Sie sind zwei Schwestern gewidmet:\n\n\u25fe\ufe0f Gudula Martini (geb. Nathan), Werther Stra\u00dfe 69, geboren 1872, deportiert 1942 nach Theresienstadt, sp\u00e4ter Treblinka, ermordet 22.9.1942\n\u25fe\ufe0f Amalie Nathan, Werther Stra\u00dfe 36, geboren 1875, deportiert 1942 nach Theresienstadt, ermordet 18.8.1943\n\nNeu verlegt wurden vier Stolpersteine vor dem J\u00fclich-Haus in der Heisterbacher Stra\u00dfe 3. Michael Meyer, Sohn von Christa Meyer, die in dem Haus lebte und deportiert wurde, hatte die Verlegung der Stolpersteine initiiert. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Geschichte seiner Familie und generell des j\u00fcdischen Leben in Bad M\u00fcnstereifel wachzuhalten. Die Stolpersteine sind gewidmet:\n\n\u25fe\ufe0f Ferdinand M\u00fcller, geboren 1893, Zwangsarbeit 1944\/45, \u00fcberlebt \u2013 ab 1918 SPD-Mitglied, 1948\/49 B\u00fcrgermeister in M\u00fcnstereifel\n\u25fe\ufe0f Franziska M\u00fcller (geb. J\u00fclich), geboren 1896, interniert 1944 Lager M\u00fcngersdorf, Flucht, \u00fcberlebt\n\u25fe\ufe0f Christa Meyer (geb. M\u00fcller), geboren 1922, interniert 1944 Lager M\u00fcngersdorf, Flucht, \u00fcberlebt\n\u25fe\ufe0f Karl M\u00fcller, geboren 1928, Zwangsarbeit 1944\/45, \u00fcberlebt\n\nB\u00fcrgermeister Sebastian Glatzel dankte Michael Meyer sowie Stadtarchivarin Anna Rosemann und dem k\u00fcrzlich verstorbenen Stadthistoriker Harald Bongart f\u00fcr Engagement hinsichtlich der Erinnerung an das j\u00fcdische Leben in M\u00fcnstereifel. Sein Dank galt auch J\u00fcrgen Linden und Michael Hanf vom Bauhof, die die Steine verlegten.\n\n\u201eIch halte die Stolpersteine f\u00fcr eine sehr geeignete Form des Erinnerns\u201c, so Glatzel mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Stolpersteine in anderen St\u00e4dten: \u201eBad M\u00fcnstereifel hat sich bewusst daf\u00fcr entschieden, ihre Namen dort sichtbar zu machen, wo diese Menschen gelebt haben.\u201c\n\nMehr Infos unter: https:\/\/www.bad-muenstereifel.de\/leben-in-bad-muenstereifel\/neuigkeiten\/details\/news\/sechs-stolpersteine-fuer-opfer-des-nationalsozialismus“,“ranges“:[{„offset“:2215,“length“:139,“entity“:{„__typename“:“ExternalUrl“,“__isEntity“:“ExternalUrl“,“mobileUrl“:“https:\/\/lm.facebook.com\/l.php?u=https\u00253A\u00252F\u00252Fwww.bad-muenstereifel.de\u00252Fleben-in-bad-muenstereifel\u00252Fneuigkeiten\u00252Fdetails\u00252Fnews\u00252Fsechs-stolpersteine-fuer-opfer-des-nationalsozialismus&h=AUAkCbp_Tk3QVkm1fckxCJQepAytI_um40T_z1ALOPLT6V7fwuHjzUqX59OEXZvbx1U9KhVZOfepcoQAm9h34T-LLwonTniHXLXvqoMB8q_ITulrb54OxYz_XV1E8uu3jVBtRaiW1ct6iaZTCaP11g&s=1″,“url“:“https:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=https\u00253A\u00252F\u00252Fwww.bad-muenstereifel.de\u00252Fleben-in-bad-muenstereifel\u00252Fneuigkeiten\u00252Fdetails\u00252Fnews\u00252Fsechs-stolpersteine-fuer-opfer-des-nationalsozialismus&h=AUBJN0QLWZNpwhaQprK_VqR5z6HGEf00ytV2kX_GOOhR2RkfQ4tdIF7u89Zj7ZYy9j21jXhcqn3b2OGqo2YCfSMIv0VVD48qGP_qTsa7G9kxUAjiezrXaur6Jpab4EE_jUkK2ZbjS4Nf6E_TFZeSUA&s=1″,“external_url“:“https:\/\/www.bad-muenstereifel.de\/leben-in-bad-muenstereifel\/neuigkeiten\/details\/news\/sechs-stolpersteine-fuer-opfer-des-nationalsozialismus“,“__isNode“:“ExternalUrl“,“id“:“NjQyMTgzOTU5MjA4MTA3Omh0dHBzXGEvL3d3dy5iYWQtbXVlbnN0ZXJlaWZlbC5kZS9sZWJlbi1pbi1iYWQtbXVlbnN0ZXJlaWZlbC9uZXVpZ2tlaXRlbi9kZXRhaWxzL25ld3Mvc2VjaHMtc3RvbHBlcnN0ZWluZS1mdWVyLW9wZmVyLWRlcy1uYXRpb25hbHNvemlhbGlzbXVzOjo6OjoyMDcxMjQ5NDI2ODQ1MDA2Og==
In einer bewegenden Zeremonie sind in Bad Münstereifel Stolpersteine für sechs Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes verlegt. Dabei kam es zu einem Novum: Erstmals wurden in Bad Münstereifel auch Steine in das Pflaster eingelassen, die nicht ermordeten Opfern jüdischer Herkunft gewidmet sind.
Bei zwei der Stolpersteine handelt es sich um Neuverlegungen. Sie wurden in der Flut im Juli 2021 zerstört und 2022 wieder eingesetzt, mussten aber im Zuge der Wiederaufbauarbeiten wieder entnommen werden. Sie sind zwei Schwestern gewidmet:
◾️ Gudula Martini (geb. Nathan), Werther Straße 69, geboren 1872, deportiert 1942 nach Theresienstadt, später Treblinka, ermordet 22.9.1942
◾️ Amalie Nathan, Werther Straße 36, geboren 1875, deportiert 1942 nach Theresienstadt, ermordet 18.8.1943
Neu verlegt wurden vier Stolpersteine vor dem Jülich-Haus in der Heisterbacher Straße 3. Michael Meyer, Sohn von Christa Meyer, die in dem Haus lebte und deportiert wurde, hatte die Verlegung der Stolpersteine initiiert. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Geschichte seiner Familie und generell des jüdischen Leben in Bad Münstereifel wachzuhalten. Die Stolpersteine sind gewidmet:
◾️ Ferdinand Müller, geboren 1893, Zwangsarbeit 1944/45, überlebt – ab 1918 SPD-Mitglied, 1948/49 Bürgermeister in Münstereifel
◾️ Franziska Müller (geb. Jülich), geboren 1896, interniert 1944 Lager Müngersdorf, Flucht, überlebt
◾️ Christa Meyer (geb. Müller), geboren 1922, interniert 1944 Lager Müngersdorf, Flucht, überlebt
◾️ Karl Müller, geboren 1928, Zwangsarbeit 1944/45, überlebt
Bürgermeister Sebastian Glatzel dankte Michael Meyer sowie Stadtarchivarin Anna Rosemann und dem kürzlich verstorbenen Stadthistoriker Harald Bongart für Engagement hinsichtlich der Erinnerung an das jüdische Leben in Münstereifel. Sein Dank galt auch Jürgen Linden und Michael Hanf vom Bauhof, die die Steine verlegten.
„Ich halte die Stolpersteine für eine sehr geeignete Form des Erinnerns“, so Glatzel mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Stolpersteine in anderen Städten: „Bad Münstereifel hat sich bewusst dafür entschieden, ihre Namen dort sichtbar zu machen, wo diese Menschen gelebt haben.“
Mehr Infos unter: https://www.bad-muenstereifel.de/leben-in-bad-muenstereifel/neuigkeiten/details/news/sechs-stolpersteine-fuer-opfer-des-nationalsozialismus




