Kreispolizeibehörde Euskirchen
Dahlem (ots)
Am Montag, 6. Juli, gegen 8 Uhr, wurde ein 67-jähriger Mann aus Dahlem Opfer eines Trickdiebstahls. Der Geschädigte war mit seinem Rollstuhl in der Bahnstraße unterwegs, als auf Höhe der dortigen VR-Bank ein schwarzer Kombi neben ihm anhielt.
Aus dem Fahrzeug stieg eine Frau aus und ging auf den Mann zu. Sie überreichte ihm zunächst einen goldenen Ring mit den Worten, sie wolle ihm diesen schenken. Anschließend legte sie ihm mehrere vermeintliche Goldketten um den Hals und berührte dabei seinen Oberkörper. Der Mann empfand die Situation als unangenehm, konnte die Frau jedoch nicht abwehren.
Kurz darauf entfernte sich die Frau wieder und stieg mit den Worten „Das schenke ich Ihnen!“ in den schwarzen Kombi ein. Das Fahrzeug fuhr anschließend in unbekannte Richtung davon.
Als der 67-Jährige die Ketten abnahm, stellte er fest, dass ihm zwei seiner drei echten Goldketten, die er zuvor getragen hatte, entwendet worden waren.
Die Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: weiblich, etwa 160 bis 165 cm groß, circa 55 Jahre alt, dunkel gekleidet, kurze braune Haare, osteuropäischer Phänotyp. Bei dem Fluchtfahrzeug soll es sich um einen schwarzen Kombi gehandelt haben, der mit insgesamt drei Personen besetzt war: der Frau sowie zwei männlichen Personen. Ein Kennzeichen ist nicht bekannt.
Die Kriminalpolizei Euskirchen hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu der Tat oder dem beschriebenen Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02251/799-0 oder per E-Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de zu melden.
Der so genannte „Kettentrick“ ist eine Form des Trickdiebstahls, bei der Kriminelle den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch wertlosen Modeschmuck austauschen, während dieser getragen wird. Hierzu nutzen sie gezielt die Gutgläubigkeit oder Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus.
Wie Sie sich schützen können:
Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für ihren persönlichen Raum ein.
– Tragen Sie wertvollen Schmuck in der Öffentlichkeit nur mit Bedacht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie dadurch ins Visier von potenziellen Täterinnen und Tätern, die gezielt nach lukrativer Beute Ausschau halten, geraten könnten.
– Achten Sie auf Ihr Umfeld, z. B. auf aufdringliche Menschen im Nahbereich oder Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen, aus denen Passanten angesprochen werden.
– Suchen Sie sich offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder rufen Sie um Hilfe.
– Zeigen Sie Zivilcourage, aber bringen Sie sich hierbei nicht selbst in Gefahr.
– Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl unbedingt die Polizei über den Notruf 110 und teilen Sie alle relevanten Details mit. Eine Anzeigenerstattung können Sie persönlich auf jeder nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online auf der Internetseite der Polizei vornehmen.
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