‼️📣 Update des Gouverneurs:
BRAND IM HOHEN VENN – PRESSEMITTEILUNG DES GOUVERNEURS 18/08/2026 21Uhr
Lage vor Ort
Dank der Arbeit der vor Ort eingesetzten Einsatzkräfte bleibt der Brand unter Kontrolle. Die Maßnahmen zur vollständigen Eingrenzung des betroffenen Gebiets stehen inzwischen kurz vor dem Abschluss.
Die Lage bleibt jedoch komplex und erfordert weiterhin den Einsatz umfangreicher Kräfte vor Ort. Mehrere Brandherde sind nach wie vor aktiv, hauptsächlich im östlichen Teil des Gebiets und, in geringerem Maße, im Norden.
Die Wetterbedingungen haben den Einsatz von Luftunterstützung im Laufe des Tages nicht zugelassen. Nach den derzeit vorliegenden Prognosen ist auch für morgen keine ausreichend günstige Entwicklung zu erwarten, die einen Einsatz der Luftmittel ermöglichen würde.
Die derzeitigen Niederschläge reichen nicht aus, um den Brand als gelöscht zu betrachten. Aus dem betroffenen Gebiet steigt weiterhin erheblicher Rauch auf. Die aktuellen Bedingungen führen zudem dazu, dass sich dieser Rauch in Bodennähe hält. Dadurch wird die Sicht eingeschränkt und die Einsatzbedingungen für die vor Ort tätigen Kräfte erschwert.
Die Einsatzmaßnahmen werden während der gesamten Nacht ohne Unterbrechung fortgesetzt.
Situation in Bütgenbach
Die derzeitigen Bedingungen erlauben noch keine Rückkehr der Einwohner von Küchelscheid und Leykaul (Gemeinde Bütgenbach). Die vorsorgliche Evakuierungsanordnung bleibt daher weiterhin in Kraft). Das Zutrittsverbot zu diesen Ortschaften bleibt daher aufrechterhalten, insbesondere aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung, die durch den Westwind in Richtung dieser Ortschaften getrieben wird. Diese Maßnahme bleibt notwendig, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Wir haben volles Verständnis für die Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, die diese anhaltende Situation für die betroffenen Einwohner mit sich bringt, und danken ihnen für ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre Zusammenarbeit.
Das im Sportzentrum Malmedy eingerichtete Aufnahmezentrum bleibt für die betroffenen Personen geöffnet und voll einsatzbereit.
Empfehlungen für die Bevölkerung
Aufgrund des Vorhandenseins von Asche, Ruß und Staub gibt die AVIQ (Wallonische Agentur für Lebensqualität) der Bevölkerung mehrere Empfehlungen, um die Exposition gegenüber diesen Partikeln zu begrenzen :
-Jeden direkten Kontakt mit Ruß, Asche und Staub vermeiden (bei Reinigungsarbeiten Handschuhe und eine FFP2-Maske tragen).
-Ältere Menschen oder Personen mit Atemwegs- bzw. Herzerkrankungen sollten sich nicht an den Reinigungsarbeiten beteiligen oder, falls dies unvermeidbar ist, durchgehend eine FFP2-Maske tragen.
-Keine Staubsauger, Laubbläser oder Hochdruckreiniger (z. B. Kärcher) verwenden es besteht die Gefahr, dass die Partikel erneut aufgewirbelt werden.
-Oberflächen ausschließlich mit Wasser und von oben nach unten reinigen (feuchte Tücher für Möbel, feuchter Wischmopp für Böden).
-Niemals verschiedene Haushaltsreinigungsmittel miteinander mischen.
-Nach dem Ausziehen der Handschuhe sowie nach jeder Tätigkeit im Freien die Hände mit Wasser und Seife waschen.
-Die bei den Reinigungsarbeiten getragene Kleidung separat waschen;
– Textilien (Vorhänge, Teppiche) nicht innerhalb der Wohnung ausschütteln.
-Obst und Gemüse aus dem Garten vor dem Verzehr mit Wasser waschen; Wurzel- und Knollengemüse schälen; unverpackte Lebensmittel, die direkt Asche oder Ruß ausgesetzt waren, entsorgen.
-Vor dem Verzehr das Leitungswasser etwa 2 Minuten laufen lassen, wie auch nach jeder längeren Abwesenheit von zu Hause.
Spenden und Solidarität
Die Behörden bedanken sich herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Unternehmen für die zahlreichen Hilfsangebote und Spenden, die seit Beginn des Brandes eingegangen sind.
Derzeit ist der Bedarf gedeckt und es werden keine weiteren Spenden benötigt, insbesondere keine Lebensmittel. Es wird daher darum gebeten, keine Spenden mehr unaufgefordert zu den Einsatz- oder Sammelstellen zu bringen.
Sollte neuer Bedarf entstehen, werden die Behörden die Bevölkerung darüber informieren und die entsprechenden Modalitäten bekannt geben.
Vorhandensein alter Munition
In den vergangenen Tagen waren vereinzelt Detonationen zu hören, die auf das mögliche Vorhandensein alter Munition im Boden zurückzuführen sind.
Die Gebiete, in denen das Vorhandensein von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg bekannt ist, sind erfasst und werden bei der Einsatzführung berücksichtigt. Diese Ereignisse haben die Einsatzkräfte bislang nicht gefährdet. Sie bleiben jedoch hinsichtlich dieses Risikos wachsam und passen ihre Einsätze entsprechend an.
Der Gouverneur, die betroffenen Bürgermeister, die Teams der Notfallplanung sowie sämtliche beteiligten Dienste verfolgen die Lage weiterhin kontinuierlich.
Am Vormittag wird eine neue Lageinformation veröffentlicht, um die Bevölkerung über die Entwicklung des Brandes und die laufenden Einsatzmaßnahmen zu informieren.







