# **‼️📣 Update vom Gouverneur: **
**Brand im Hohen Venn – Lagebericht und Entwicklung, 20.08.2026, 18:00 Uhr **
Das Feuer ist im gesamten Hohen Venn unter Kontrolle, stellt derzeit keine Ausbreitungsgefahr mehr dar und befindet sich auf dem Weg zur endgültigen Eindämmung. Dennoch ist weiterhin Wachsamkeit geboten: Die Maßnahmen konzentrieren sich nun auf die Überwachung der Bereiche, in denen der Brand unter Kontrolle ist (westlicher Sektor), sowie auf das Löschen möglicher erneut aufflammender Brandherde im östlichen Teil.
**Einsatzmittel**
Vor Ort bleiben weiterhin umfangreiche bodengebundene Einsatzmittel der Hilfeleistungszonen und des Zivilschutzes mobilisiert. Hinzu kommen „Panther“-Fahrzeuge der Armee, mit denen Wasser über große Entfernungen ausgebracht werden kann. Die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Betriebe wird stark reduziert. Der Gouverneur dankt dem gesamten Agrarsektor erneut für die Unterstützung, die den Einsatzkräften seit Beginn des Brandes geleistet wurde. Die Polizei sorgt weiterhin für die Sicherheit in der Umgebung (lokale und föderale Polizei).
Die leichteren Luftfahrzeuge bleiben im Einsatz, um das Gebiet zu überwachen und bei einem erneuten Aufflammen des Feuers schnell eingreifen zu können.
Die günstige Entwicklung der Lage hat es den zuständigen Diensten zudem ermöglicht, mit den Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache zu beginnen. Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine Schlussfolgerungen hinsichtlich der Ursache gezogen werden.
**Mobilität und Zugang zum Hohen Venn**
Die Talsperren von Eupen und La Gileppe sind wieder zugänglich. Dies stellt jedoch keinesfalls eine Genehmigung dar, die gesperrten Wald- und Naturgebiete zu betreten.
Gemäß dem Erlass der Wallonischen Regierung, der im Zusammenhang mit dem Brand im Hohen Venn erlassen wurde, bleibt der öffentliche Zugang im betroffenen Gebiet untersagt. Dieses umfasst die Forstreviere Verviers, Malmedy und Elsenborn. Auch wenn sich die Lage verbessert, bleibt das Betreten der betroffenen Gebiete gefährlich. Der Brand hat die Umgebung stark geschädigt, und verschiedene Gefahren bestehen weiterhin:
• Durch den Brand geschwächte Bäume und Äste können herabstürzen, teilweise ohne vorherige Anzeichen;
• Brandherde können im Boden weiter schwelen und erneut aufflammen, insbesondere durch Wind und sich verändernde Wetterbedingungen;
• Lokal können weiterhin potenziell gesundheitsschädliche Rauchgase auftreten, insbesondere durch das Vorkommen von Kohlenmonoxid;
• Durch den Brand kann in bestimmten Bereichen alte Kriegsmunition freigelegt worden oder zugänglich sein. Es ist absolut notwendig, diese keinesfalls zu berühren oder sich ihr zu nähern;
• Auch die Tierwelt wurde durch den Brand stark beeinträchtigt und geschwächt. Tiere, die Hilfe benötigen, werden von Fachleuten versorgt. Es ist wichtig, das Gebiet nicht zu betreten und nicht selbst einzugreifen, um den Stress der Tiere nicht zusätzlich zu erhöhen oder ihre fachgerechte Versorgung zu gefährden.
Diese Gefahren können für Spaziergänger kaum oder gar nicht sichtbar sein. Das Fehlen von Flammen bedeutet daher nicht, dass das Gebiet sicher ist.
Wir bitten alle, die Verbote, die Beschilderung und die Anweisungen der Behörden strikt einzuhalten. Indem Sie sich außerhalb des gesperrten Gebiets aufhalten, schützen Sie Ihre eigene Sicherheit, behindern die laufenden Einsatzmaßnahmen nicht und tragen dazu bei, die stark geschädigte Umwelt und Tierwelt zu schützen.
**Informationen für die Bevölkerung**
Die Rufnummer 1771 ist ab sofort täglich von 07:00 bis 22:00 Uhr erreichbar. Bei Fragen und zur Verfolgung der weiteren Lageentwicklung wird die Bevölkerung gebeten, vorrangig die über die offiziellen Kanäle verbreiteten Informationen zu nutzen. Die Sonderseite [wallonie.be/incendie-fagnes](wallonie.be/incendie-fagnes) wird in Zusammenarbeit zwischen dem Öffentlichen Dienst der Wallonie (ÖDW) und den Diensten des Gouverneurs der Provinz Lüttich betreut und aktualisiert.
Darüber hinaus ist ab Freitag, dem 21. August, von 09:00 bis 16:00 Uhr ein Informations- und Betreuungszentrum unter folgender Adresse geöffnet: Neuer Weg 14 in Weywertz (Bütgenbach). Dieses wird von den ÖSHZ Bütgenbach und Weismes mit Unterstützung des Roten Kreuzes betrieben.
Informationen zur Verkehrslage und Mobilität können ebenfalls über Inforoutes sowie über die offiziellen Mitteilungen des Gouverneurs abgerufen werden.
Weitere Informationen werden je nach Lageentwicklung bekannt gegeben.
Hervé Jamar, Gouverneur de la province de Liège







