Der Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, einen Neubau der Grundschule in der Kernstadt weiter zu verfolgen. Ende 2024 war eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau im Goldenen Tal vorgestellt worden. Nun steht ein Neubau im Schleidtal im Fokus. Gründe für den Ortswechsel sind die hohen Kosten, die ein Bau am Hang im Goldenen Tal mit sich bringen würde, die dortige Verkehrssituation vor allem vor Schulbeginn und die Verfügbarkeit der Fläche im Schleidtal.
Aktuell ergibt sich durch zwei Förderungen die Möglichkeit, das Projekt mit einem nur geringen Einsatz städtischer Haushaltsmittel zu realisieren. Über das NRW-Infrastrukturgesetz wurden Bad Münstereifel rund 10,3 Millionen Euro zur Verbesserung der Infrastruktur zugesprochen. Dieser Betrag soll vollständig für den Schulneubau verwendet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch das Förderprogramm „Rheinisches Revier“ 6,3 Millionen Euro zum Bau der Offenen Ganztagsschule zu erhalten. Nach eine ersten Kalkulation werden sich die Kosten für die Gesamtmaßnahme auf rund 26 Millionen Euro erstrecken. Unter Berücksichtigung der Fördermittel läge der Eigenanteil der Stadt bei rund 9,3 Millionen Euro. Diese Summe wäre über Kredite finanzierbar, sodass für den Neubau keine Steuererhöhungen nötig wären. Gebühren und Tilgung des Kredits würden mit etwa 5,2 Millionen Euro zu Buche schlagen.
Das Vorhaben ist ambitioniert, denn bis Ende April muss die Stadt die nötigen Unterlagen für das Förderprogramm „Rheinisches Revier“ zusammengestellt haben. Hinzu kommt, dass die Schule innerhalb von dreieinhalb Jahren gebaut sein, damit die Fördermittel ausgezahlt werden. „Das ist zwar ein straffer Zeitplan für ein solches Projekt. Aber ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam stemmen werden, um unseren Schülerinnen und Schülern eine moderne und zukunftsweisende Umgebung zum Lernen und Leben zu ermöglichen“, sagt Bürgermeister Sebastian Glatzel.








